extol

Kunsthalle Münster 2017
 
420cm x 360cm x 96cm
Stahlrohr 1 Zoll
Stahlrohr ¾ Zoll
Stahlblech 2mm
Himmelblau 5015
Lichtgrau

Eine dominante Dekonstruktion in der Kunsthalle des ehemaligen Getreidespeichers, lenkt den Blick des Besuchers unbewusst nach oben sobald er die Halle betritt. Die eigentliche Struktur des Gebäudes wird durch ein neues architektonisches Bauelement weitergeführt, welches sich an das Rohrgestänge in der Decke anfügt, aber mit der geometrischen Formsprache der Halle bricht.
Der Ausgangspunkt für die Arbeit ‚‚extol‘‘ ist sowohl der Raum, als auch eine gekippte Metallskulptur die sich in die Decken-/Gestängekonstruktion der Ausstellungshalle einfügt. Im hinteren Bereich der Kunsthalle wurden mit der Zeit ein paar Rohre abgeschnitten, so dass eine unscheinbare Lücke in der Deckenkonstruktion entstand. In diesen Bereich, an einem Punkt, wird die Skulptur angekoppelt.

Aus zehn verschiedenen Einzelteilen entsteht eine dreidimensionale Form, die ihren Anschluss in der Decke wiederfindet. Aus der funktionalen Deckenkonstruktion heraus entsteht mit dem selben industriell vorgefertigten Material eine eigenständige Form, die das Material aus dem rein Zweckhaften in das Bedeutungsvolle erhebt. Beim Durchschreiten des Raumes verändert sich die räumliche Wirkung des Objektes und gleichzeitig eine neue Sichtweise des realen und ideellen künstlerischen Gestaltungsraums wiedergeben. Die Umdeutung des Materials zu einer ortsbezogenen Rauminstallation.
Der Zweck des Gebäudes beeinflusst die Form. Die Form wird zum Ausdrucksträger. Die offene und durchschreitbare Skulptur aus industriellem Stahl schafft Verbindungen und Gegensätze – eine Situation, einen Zustand.